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Long-Distance Relationship mit mtc

„Ich komme leider etwas später… bin noch in der U-Bahn. Bis gleich. Antje“

Um kurz nach 10 kommt sie in unser Kreuzberger Office gestürmt, ihre Jacke noch angezogen, begrüßt sie mich mit einem herzlichen Händedruck.

„Wollen wir loslegen?“ fragt sie.

„Willst du nicht erst noch ankommen?“ frage ich.

„Ich bin schon angekommen.“ erwidert sie und lacht dazu.

Ich habe sofort den Eindruck, Antje ist von der schnellen Sorte, direkt startklar.

Für unser Gespräch gehen wir in den Meetingraum mit der großen, roten Lampe. Ich frage, sie erzählt. Ich bin gebannt von ihrem Leben:

Antje wohnt in Heidelberg, arbeitet in Hamburg und ist in Berlin, bei mtc, angestellt. Sie ist eine Reisende, hat quasi zwei Fernbeziehungen, eine mit ihrer Family, eine mit uns. Vier Tage in der Woche lebt sie in einem Hamburger Hotel mit Michel-Blick, drei Tage in der Woche lebt sie mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Heidelberg, einen Tag im Monat verbringt sie bei uns, in Berlin. Zwischendrin, zwei Mal in der Woche, genießt sie die fünfstündigen Zugfahrten im ICE, liest, schläft und blickt hinaus in die Landschaft.

Ursprünglich war das ganz anders geplant. Sie arbeitete in Heidelberg. Ihr Arbeitgeber bot ihr an, einen Auftrag in Hamburg zu übernehmen, befristet für drei Monate.

„Drei Monate? Na, das ist eine überschaubare Sache.“

Sie stimmte zu. Doch dann gefiel ihr der Job in Hamburg so sehr, dass aus den drei Monaten länger wurde.

Jetzt arbeitet sie noch immer bei dem Umweltdienstleister, der sich um die Müllentsorgung vieler Kunden kümmert. Antje entwickelt dort das Auftragsverwaltungssystem, eine Datenbank, die auf Oracle aufbaut.

„Das ist noch eine Software aus den frühen 90ern. Gruselig! Wird aber gebraucht und funktioniert auch, keiner weiß genau wie. Das Gute ist, es wird nie langweilig, es gibt viel Verbesserungsbedarf!“

Sie guckt mich fröhlich an.

Doch wie kam es zu der Long-Distance Relationship mit mtc?

Die ersten Treffen fanden auf Patent-Messen statt, zwischen Arne und ihr. Zufällig. Immer mal wieder. Gefühlt kennt Antje Arne seit zwanzig Jahren. Als sich Antjes Situation änderte, trafen sie sich wieder. Sie wollte weg von ihrem Heidelberger Arbeitgeber, dabei aber bei ihrem Hamburger Job bleiben. Selbstständigkeit, huh, das konnte sie sich nicht so recht vorstellen. Von Arne gab es ein „eigentlich nicht“, dann ein „ja“. Jetzt ist Antje ein Teil von mtc.

An jedem ersten Mittwoch im Monat fährt sie von Hamburg zu mtc, um am All Hands teilzunehmen und mit ihren Berliner Kollegen zu sprechen.

So eine Fernbeziehung ist nicht immer leicht:

„Ich wachse nicht so richtig hinein. mtc ist immer noch ein „ihr“. Ich bin ein kleiner Fremdkörper.“

Sie sieht mich an, lächelt, ich relativiere: Im Grunde hat ja jeder mtc Mitarbeiter seine eigenen Projekte, jeder hat seine Aufgaben, da ist ihre Situation doch gar nicht so anders. Nur ihr Projekt ist eben in Hamburg, ein bisschen weiter entfernt.

Die Frage, die sich dabei aber anschließt, ist:

Was verbindet uns eigentlich? Woran erkennen wir, dass wir trotz unterschiedlicher Standorte mtc Mitarbeiter sind?

Sind es unsere Werte? Oder braucht es doch den gemeinsamen Ort?

Antje betont dazu, dass ihr bei mtc besonders gefällt, wie wir miteinander sprechen, das Reden auf Augenhöhe, damit kann sie sich verbinden.

Im Hinblick auf ihre Familienfernbeziehung fasst sie zusammen:

„Es hilft, wenn beide Parts hinter so einer Fernbeziehung stehen. Man muss sich einig sein.“

Unter dieser Bedingung scheint die räumliche Trennung zu funktionieren.

Gestartet als kleines Experiment, können wir mittlerweile bestätigen: Long-Distance Relationships sind möglich, auch mit mtc!

 

 

 

 

 

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