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Development aus Sicht eines Apachen

Zwischen GitLab, Pipelines, Runners und Stages bewegt sich Felix, Entwickler bei mtc. Begriffe, hinter denen sich Technologien verbergen, die ich als Nicht-Entwicklerin nicht verstehe. Trotzdem versuche ich hiermit mal einen Einblick in Felix’ Arbeit zu gewähren…

Um nicht ganz ahnungslos zu sein, nehme ich an den “DevNews” teil und höre mit aller Anstrengung zu, was Felix und sein Teamkollege, Jan, von der diesjährigen XConf Hamburg zu berichten haben. Dabei wird mir schnell klar, dass ich ohne großes Vorwissen im Slang der Entwickler verloren bin. “All roads lead to DevOps”, greifen sie den Titel der Keynote auf. DevOps, für mich hört sich das an wie die unbeholfene Entschuldigung für einen Fehler. Encodiert heißt es aber “DevelopmentOperations”. Felix umschreibt diesen Begriff als Unternehmenskultur, in der es darum geht “in Produkten zu denken”.

Aha. Ich denke in Produkten. Hm, so ganz schlau werde ich daraus nicht. Felix ergänzt:

“Man denkt in dieser Unternehmenskultur nicht mehr in ganzen Projekten, sondern übernimmt Verantwortung für die Umsetzung kleiner Schritte.”

Das Stichwort “Agilität” fällt und dann der Anspruch einer “continuous delivery”.  Das kenne ich schon. Da kann ich anknüpfen. Im weiteren Verlauf von Felix’ Erklärungen verstehe ich, dass es bei DevOps um das Zusammenwachsen von Development und Operations geht. Die Teams sollen heterogen sein, damit es zu einem Knowledge Transfer zwischen beiden Abteilungen kommen kann. So weit, so gut.

Dann folgt ein Part des Vortrags, der viele kleine Fragezeichen in meinem Kopf wachsen lässt und die Gewissheit, dass ich keine Entwicklerin bin. Ich höre von Gitlab CI, von den oben erwähnten Pipelines, von Runners und von Stages mit den Bezeichnungen “build”, “quality”, “publish”, “deploy”. Hübsch, denke ich, das sind also die Bühnen, auf denen die Entwickler tanzen. Ohne tiefes Verständnis einer Sache muss man sich wohl solcher Bilder bedienen, um wenigstens emotional teilzuhaben, zumindest ist das meine gegenwärtige Strategie.

Ein nächstes Thema hält meinen Atem an: Felix sagt, dass man einen Code für Hardware entwickeln kann und nennt das “Infrastructure as Code”. Krass! Entwickler können durch Codes Materie erschaffen, Laufwerke, Speicherkarten…?

Aber wahrscheinlich ist es anders gemeint, ziemlich sicher sogar. Jan ergänzt nämlich, dass es um “automatische Zugangsberechtigungen” geht und dass dies wohl besonders sinnvoll ist, wenn man etwas skalieren möchte.

Schnell das nächste Thema: Observable Microservices. Felix stellt den Anspruch auf, dass es darum geht, die Microservices zu verstehen. Guter Anspruch. Das klingt vielversprechend für mich. Aber dann wird die Frage gestellt, was geloggt werden muss, und wie man Metriken zu Verfügung stellen kann und da finde ich partout keine Antwort, obwohl mein Kopf auf Hochtouren denkt und allmählich heißläuft.

Fühlt sich Software, wenn es einen Bug gibt, so wie ich gerade?

Zumindest bin ich empathiefähig gegenüber Technologie…(Nebenbemerkung: WordPress unterschlängelt das Wort “empathiefähig” rot…)

Zum Abschluss des Vortrags werden die gesammelten Weisheiten auf unser mtc Produkt, depatech, übertragen. Jan und Felix haben da in ihrer Arbeit schon Vieles umgesetzt und verbessert: Neuerdings gibt es nämlich einen sogenannten “Graylog”, der die Microservices von depatech auswertet, sodass man sehen kann, was diese Microservices überhaupt tun. Das hat dann etwas mit Monitoring zu tun. Wenn man will, kann man auch ein Alerting einsetzen, das einen alarmiert, wenn etwas ganz und gar schief läuft.

Felix und Jan fassen zusammen, dass die Konferenz einen guten Zugang zu gebündeltem und neuem Wissen geboten hat, dass sie Impulse für die eigene Arbeit mitgenommen haben.

“Das frühe Aufstehen für den Zug nach Hamburg um 6:38 hat sich gelohnt.”

Ein bisschen bleibt die Frage in der Luft, wie wir Development und Operations näher zusammenbringen können bei mtc, wie wir ein Produkt sowohl entwickeln als auch betreiben können und was der Vorteil für unsere Kunden wäre, wenn wir das schaffen würden!? Ich bin froh, dass nicht nur ich mit offenen Fragen aus dem Workshop gehe…

Nach dem Workshop spricht mich Johnny, Bereichsleiter des Bereichs Entwicklung, mit einem feixenden Lächeln an, hat wohl meine großen, verständnislosen Augen während des Vortrags beobachten können:

“Na, da bin ich aber mal gespannt auf den Bericht!”

Ich muss zugeben, die große Stunde der Aufklärung und der Wissensweitergabe werde ich mit diesem Artikel nicht anschlagen. Aber: Ich habe gelernt, dass es ein Stream-Processing-Framework namens “Apache Flink” gibt und das zeigt mir, dass Humor in der Welt der Entwickler eine große Rolle spielt und das wiederum macht mir diese Welt sehr sympathisch und auch große Lust darauf, weiter hineinzuschnuppern!

Sollte ich mich zukünftig Apache Flink nennen? Doch ein ganz schöner Impuls aus der IT-Welt…:-)

 

 

 

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